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The Times, 19 July 2006
I don’t mean this rudely, but the Academy of St Martin
in the Fields make very obliging wallpaper. Place them under
a characterful soloist and the vintage ensemble will purr
away, never interfering.
It was so in this Mostly Mozart concert. At first their conductor
David Stern — a bopping American with flickering fingers
— scored only middling success with the youthful Symphony
No 11. First movement: bouncy. Second movement: sweet. Third
movement: flat champagne. Then on strode the French
oboist François Leleux, and the ASMF hit the walls.
He was playing only a trifle — the makeshift concerto
arranged in 1941 by Arthur Benjamin from four Cimarosa keyboard
sonatas. Yet nothing is trifling about a star act. Here
was phenomenal skill and personality, displayed across a
vast
range of colours and dynamics, delivered with winking wit
through an oboe constantly circling the air. His encore time
was fully deserved, spent with Emmanuel Pahaud’s flute
and Papageno’s aria, converted into a duet.
Back to Mozart for another star turn. The dark, mezzo quality
in Emma Bell’s soprano immediately sets her apart. But
there is much more to follow with this British singer: long
flowing lines, emotional directness, immense power and flexibility.
One second Bell’s voice is shifting Mount Everest; the
next it’s stroking a baby snail.
ASMF/Stern
Geoff Brown at Barbican
Süddeutsche Zeitung vom 22. November 2005
Große Virtuosen
[...] Leleux begeisterte mit dem C-Dur-Oboenkonzert von Mozart.
Makellose Technik darf man bei einem Solisten dieses Kalibers
natürlich voraussetzen - und wie für die Geigerin
Lisa Batiashvili scheint es auch für Herrn Leleux keinerlei
spieltechnische Grenzen zu geben. Aber was sein Spiel von
dem vieler anderer hervorragender Oboisten so abhebt, ist
neben seiner ungezwungenen Musikalität vorallem die geradezu
berauschende Klangschönheit seines Tons, der an Süße
kaum zu übertreffen ist. [...]
Sebastian Werr
Rheinische Post vom 25. Januar 2005
Die Kraft aus den Winden
Der griechische Gott Aeolus, zuständig für das
Wehen der Winde, liebt es wie sein olympischer Mentor Zeus,
in Maskierung auf die Erde zu kommen und sich Vergnügen
zu bereiten. Soeben huschte er mit dem Symphonieorchester
des Bayerischen Rundfunks in die Düsseldorfer Tonhalle
und gab unversehens ein Konzert. Dazu hatte er sich den Frack
und das Gesicht des französischen Oboisten François
Leleux geborgt. Der spielte Mozarts Oboenkonzert C-Dur mit
einer lockenden, genießerischen, unfassbar virtuosen,
jedenfalls gottvollen Sinnlichkeit.
Dabei reckte er sich wie ein Schlangenbeschwörer, hob
Töne vom Boden, spie sie in die Luft oder flüsterte
sie zum Konzertmeister hinüber. Beim Zuschauen wurde
einem eng in der Brust: Wo nimmt der Mann die Luft her?
Unendlicher Luftstrom
Leleux aber sah völlig gesund aus, Zirkularatmung macht
es Oboisten ja möglich, auf unendlichem Luftstrom zu
spielen. Davon lebten vor allem die drei Kadenzen, in denen
die ganze Tonhalle das Atmen einstellte, um Leleux nicht den
Sauerstoff wegzuschnappen. Man erinnert sich an jenen mythologischen
Moment, als Aeolus dem Odysseus einen Schlauch voll Wind mitgab,
damit er besser über die Meere kam. Damals nutze es nichts,
denn die Gefährten öffneten ihn vor der Zeit. Waren
halt dumme Tröpfe.
Diesmal blieb die Luft drin. Als Zugabe machte Leleux das
Gewimmel der Töne komplett und spielte den "Boulevard
des Capucines" von Gilles Filvestrini, eine irr keckernde
Paraphrase über Monets berühmtes Gemälde.
Wolfram Goertz
Süddeutsche Zeitung vom 5. Mai 2004
Trost und Freude
Das Münchener Kammerorchester in Bestform
....Der restliche Abend war eine Freude, und das lag nicht
zuletzt an Francois Leleux und seiner Oboe. Elliott Carters
"Inner Song" schattierte Leleux in lebendiger Vielschichtigkeit,
gab jedem Register seine eigene Farbe bis hin zum expressiven
Sprechen. Einen andern Weg ging er in dem - kaum zu Recht
- Haydn zugeschriebenen C-dur-Konzert, suchte Balance und
Gebundenheit und blieb dabei dennoch derart wandlungsfähig,
dass das Zuhören pure Lust bedeutete. Großartig,
wie er seine Einsätze direkt aus dem Orchestertutti zog,
wie sein Piano- und Echo-Spiel aus allen möglichen Ecken
des Saales zu schweben schien, nur nicht aus seiner Oboe...
JOHANNES RUBNER
Neue Vorarlberger Nachrichten vom 20. März 2001
Symphonieorchester Vorarlberg zutiefst ergreifend
Streicherglanz und eine elegante Solooboe waren die Merkmale
des dritten Konzertes des Abo-Zyklus des Sinfonieorchesters
Vorarlberg unter Gérard Korsten.
...Das Oboenkonzert von Richard Strauss, das dieser noch
als 81-Jähriger komponiert hatte, blühte und schwelgte
in süßesten Klängen. Francoise Leleux, der
Solist, wirkte denkbar frei und musikantisch. Da gab es köstliche
Dialoge zwischen der Solo-Oboe und den Holzbläsern des
Orchesters, da erinnerte ihre schier unendliche Gesanglichkeit
immer wieder an die schönsten Stellen in den Opern des
bayerischen Meisters. Mit zwei aparten Solo-Stücken,
zu denen ihr Komponist Giles Silvestrini von berühmten
Gemälden inspiriert wurde, dankte Leleux für den
rauschenden Beifall...
ANNA MIKA
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