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Antoine Tamestit wurde 1979 geboren und
studierte bei Jean Sulem am Pariser Conservatoire, an der
Yale University (USA) bei Jesse Levine und dem Tokyo String
Quartet und bei Tabea Zimmermann in Berlin.
Er wurde mit den wichtigsten internationalen Preisen ausgezeichnet,
zuletzt im September 2008 mit dem Förderpreis des Deutschlandfunks
beim Musikfest Bremen. Im Januar 2008 wurde ihm der Credit
Suisse Young Artist Award 2008 verliehen. Mit dieser Ehrung
verbunden war ein Konzert mit den Wiener Philharmonikern
unter Riccardo Muti im Rahmen des Lucerne Festivals im September
2008. Bereits im Jahr 2000 erhielt er den 1. Preis beim Maurice
Vieux Wettbewerb (Paris) sowie den 1. Preis beim William
Primrose Wettberwerb (Chicago, 2001). 2003 erhielt Antoine
Tamestit den 1. Preis beim Young Concert Artists (YCA) International
Auditions und gab Debüt-Recitals in New York, Boston
und Washington. Im September 2004 erhielt er den 1.
Preis beim ARD-Wettbewerb. Zudem wurde er mit dem ARD-Sonderpreis
des Münchner Kammerorchesters für die beste Hoffmeister-Interpretation,
dem Sonderpreis für die beste Interpretation der Auftragskomposition
(David Sawer: Parthenope) und dem Publikumspreis ausgezeichnet.
Antoine Tamestit ist einer der Gewinner des Borletti Buitoni
Trust Award 2006. 2007 wurde er bei den französischen „Victoires
de la Musique“ zur „Révélation
instrumentale de l'Année“ ernannt.
Innerhalb weniger Jahre ist er zu einem der gefragtesten
Solisten seines Instruments geworden.
Antoine Tamestits Repertoire reicht vom Barock bis zu zeitgenössischen
Werken. Sein besonderes Interesse für die Musik unserer
Zeit hat zu Begegnungen mit vielen Komponisten geführt
sowie zu diversen Uraufführungen und Ersteinspielungen
zeitgenössischer Werke. Beim Feldkirch-Festival 2002
wurde seine Interpretation von Viola, Viola von Georges Benjamin
zusammen mit Tabea Zimmermann mit großem Beifall aufgenommen,
im Dezember 2003 folgte die Einspielung dieses Werks für
das Label Nimbus.
In der Folge wurde Antoine Tamestit zu zahlreichen Festivals eingeladen
wie Aix-en-Provence oder dem International Viola Congress
in Seattle. Als begeisterter Kammermusiker ist er
regelmäßiger Gast von bedeutenden Festivals wie
Bad Kissingen, Bonn, Bremen, Heidelberg, Lockenhaus, Ludwigsburg,
Kronberg, Jerusalem Chamber Festival, Moritzburg, Rheingau,
Schubertiade Schwarzenberg, Schwetzingen, Weimar, Davos,
Lucerne, Salzburg, Santander, Newport sowie Folles Journées
in Frankreich und Festivals in Japan, wo er mit Künstlerkollegen
wie Gidon Kremer, Janine Jansen, Isabelle Faust, Emmanuel
Pahud, Mischa Maisky, Jean-Guihen Queyras, Paul Meyer, Renaud
und Gautier Capuçon, Nicholas Angelich, Frank Braley,
Natalia Gutman, dem Quatuor Ebène und dem Hagen Quartett
auftritt. Zusammen mit Frank-Peter Zimmermann und Christian
Poltera gründete Antoine Tamestit 2007 das 'Trio
Zimmermann', mit dem er regelmäßig auftritt.
Im April 2004 wurde Antoine Tamestit zu
BBC Radio 3 New Generation Artist's Scheme auserwählt,
was eine zweijährige
Zusammenarbeit mit der BBC bedeutete. In diesem
Zusammenhang entstanden Soloeinspielungen für BBC Radio
3, Konzertaufnahmen mit BBC Orchestern in Großbritannien
und Rezital-Engagements, darunter auch sein Debüt in
der Londoner Wigmore Hall (Oktober 2005).
In der Saison 2005/2006 trat er mit dem deutschen Pianisten
Markus Hadulla im Rahmen von Rising Stars (ECHO) auf u.a.
im Concertgebouw Amsterdam, in der Megaron Hall Athen, Cité de
la Musique in Paris, im Festspielhaus Baden-Baden, im Palais
des Beaux Arts Brüssel, in der Kölner Philharmonie,
in der Wigmore Hall London, Konserthus in Stockholm, in der
Carnegie Hall NY und im Musikverein Wien. Im November 2006
gab Antoine Tamestit das allererste Viola-Rezital im New
Yorker Lincoln Center.
Als Solist hat Antoine Tamestit mit dem Münchener und
Wiener Kammerorchester, mit La Chambre Philharmonique (Emmanuel
Krivine), Les Musiciens du Louvre Grenoble (Marc Minkowski)
und Orchestern wie Deutsches Sinfonie Orchester Berlin, Berliner
Symphoniker, Orchester der Komischen Oper Berlin, Rundfunksinfonieorchester
Berlin, Beethovenorchester Bonn, Dresdner Philharmoniker,
Gewandhausorchester Leipzig, Münchener Rundfunk Orchester
des BR, RSO Stuttgart, RSO Wien, Wiener Philharmoniker, Orchestre
de Paris, Orchestre de Liège, Orchestre National de
Lyon, Orchestre de Toulouse, Orchestre Philharmonique de
Radio France, BBC Philharmonic, BBC Scottish, BBC Wales und
Warschauer Philharmonie konzertiert.
Die Saison 2008/2009 umfasste u.a. die Uraufführung
von Bruno Mantovanis Doppelkonzert mit dem WDR Sinfonieorchester
Köln (zusammen mit Tabea Zimmermann).
Ein weiterer Höhepunkt des Jahres 2009 war die Uraufführung
des neuen Bratschenkonzerts von Olga Neuwirth mit dem RSO
Wien in Graz: „Remnants of Song ... an Amphigory“ – ein
Auftragswerk des Borletti-Buitoni Trusts im Namen von Antoine
Tamestit, zusammen mit Betty Freeman, dem ORF, dem Festival „wien
modern“ und dem rbb Berlin. Die deutsche Erstaufführung
fand Ende Januar 2010 im Rahmen des „Ultraschall“-Festivals
in Berlin mit dem Deutschen Sinfonie-Orchester Berlin statt.
In der Saison 2009/2010 war Antoine Tamestit als „Artist
in Residence“ des Konzerthauses Berlin mit sechs verschiedenen
Programmen in einer Saison zu hören. Am Konzerthaus
Dortmund spielt Antoine Tamestit innerhalb der nächsten
drei Jahren ebenfalls eine wichtige Rolle in der Reihe „Junge
Wilde“.
Seit Oktober 2007 ist Antoine Tamestit Professor an der
Kölner Musikhochschule.
Jörg Widmann komponiert für Antoine Tamestit ein
Violakonzert, das 2013 uraufgeführt werden soll.
Antoine Tamestit spielt die Viola „Mahler“ von
Antonio Stradivari, Cremona 1672, die ihm von der Habisreutinger-Stiftung
zur Verfügung gestellt wird.
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