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Seit 1. August 2009 ist John Fiore neuer Musikdirektor
der Norske Opera and Ballett in Oslo (DNO&B).
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er die Position des Chefdirigenten
der Deutschen Oper am Rhein inne haben, welche er seit der
Saison 1999/2000 bekleidet hat. Von 2000-2008 war Fiore zudem
Generalmusikdirektor der Düsseldorfer Symphoniker.
John Fiore wurde 1960 in New York geboren und konnte als
Sohn einer Musikerfamilie mit international gefragten Dirigenten
schon früh ein großes Repertoire vorweisen. Ab
1986 arbeitete John Fiore für Zubin Mehta beim Maggio
Musicale Fiorentino und für Daniel Barenboim bei den
Bayreuther Festspielen. Prägend war für ihn die
Arbeit mit Leonard Bernstein.
In der Oper reicht die Bandbreite vom deutschen über
das italienische, tschechische, französische bis hin
zum russischen Fach. Seit seinem ersten Dirigat im Jahr
1991 ist John Fiore gern gesehener Gast am Pult der Metropolitan
Opera in New York, wo er überwiegend Verdi und Puccini
dirigiert hat. Zu den weiteren zahlreichen Opernbühnen
weltweit, an denen Fiore zu Gast ist, gehören u.a.
die Bayerische Staatsoper München, die Dresdner Semperoper,
das Savonlinna Festival in Finnland, die Norske Opera in
Oslo, die Lyric Opera of Chicago, die Australian Opera
in Sydney und die Bühnen von San Francisco, Genua,
Seattle und Bordeaux. Im August 2002 dirigierte John Fiore
sechs Mal in Folge Der Rosenkavalier und Die Meistersinger
von Nürnberg bei den Opernfestspielen in Savonlinna.
Im August 2003 leitete er die Welturaufführung von
Madame Mao von Bright Sheng in Santa Fe. Herausragende
Projekte an der Deutschen Oper am Rhein waren u.a. in der
Saison 2003/04 die musikalische Leitung der Neuproduktion
von Puccinis Il trittico in der Regie von Dietrich Hilsdorf
und Richard Wagners Der Ring des Nibelungen, die musikalische
Federführung für die Premieren von Mozarts Don
Giovanni, Strauss' Elektra und Wagners Parsifal in 2004/05
sowie die Uraufführung von Christian Josts Vipern
im Januar 2005. Im Frühjahr 2005 dirigierte Fiore
mit großem Erfolg den Ring des Nibelungen an der
Tschechischen Nationaloper Prag. Weitere Gastspiele führten
ihn nach Los Angeles (La Traviata) und Santa Fe (Salomé).
Die Spielzeit 2008/09, die letzte der Ära Fiore/Richter
an der Deutschen Oper am Rhein, war mit dem Motto Finale
Furioso überschrieben. In dieser spannenden Abschlusssaison
dirigierte John Fiore 17 verschiedene Opern, darunter Neuproduktionen
von „Die Frau ohne Schatten“, „Rusalka“ und „Aus
einem Totenhaus“. Weitere Highlights waren die Wiederaufnahmen
von „Der Ring des Nibelungen“, „Pelléas
et Mélisande“ sowie den fünf Janácek-Opern „Jenufa“, „Katja
Kabanowa“, „Das schlaue Füchslein“, „Die
Sache Makropulos“ und „Aus einem Totenhaus“.
Des weiteren folgt u.a. eine Neuproduktion von Eugen Onegin
in Prag.
John Fiore ist nicht nur ein äußerst versierter
Operndirigigent, sondern arbeitet ebenso mit vielen großen
Konzertorchestern weltweit zusammen. So dirigierte er in
Nordamerika u.a. das Boston Symphony Orchestra, das Los Angeles
Philharmonic Orchestra, das Seattle Symphony Orchestra, das
Minnesota Symphony Orchestra sowie das New York Chamber Orchestra,
und in Europa die Staatskapelle Dresden, die Bamberger Symphoniker,
das Gürzenich-Orchester Köln, das Orchestra dell'Accademia
Nazionale di Santa Cecilia und das Orchestre National de
Lyon. In der Saison 2008/09 dirigierte John Fiore in Deutschland
u.a. das Konzerthausorchester Berlin. Im Herbst 2009 dirigiert
John Fiore das Münchner Rundfunkorchester beim Internationalen
Musikwettbewerb der ARD, außerdem wird er das Semifinale
und das Finalkonzert des Gesangswettbewerbs „Neue Stimmen“ in
Gütersloh dirigieren.
Stand 29.09.2009 – Bitte verwenden Sie nur die aktuellste
Biographie
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