Beim
Leeds-Wettbewerb 2003 überzeugte
der junge finnische Pianist mit einer ausdrucksstarken Darbietung
des 4. Beethoven-Konzerts die Jury und das Publikum. Er wurde
mit dem 1. Preis, der Goldmedaille und dem Publikumspreis
ausgezeichnet. Mit diesem wichtigen Wettbewerbsgewinn hat
Siirala ein ansehnliches Kleeblatt an 1. Preisen: Er gewann
auch die Internationalen Wettbewerbe von Dublin 2003, London
2000 und den 10. Beethoven-Wettbewerb in Wien – als
jüngster Preisträger in dessen Geschichte.
Siiralas Debütkonzert Anfang Dezember 2004 in Brüssel
geriet zu einem unvergleichlichen Erfolg, da er wegen kurzfristiger
Erkrankung des Dirigenten die Leitung des Orchesters
vom Klavier aus übernahm und anstelle des Orchesters die
2. Konzerthälfte alleine mit den Diabelli-Variationen
bestritt. Umgehend wurde er für Konzerte mit dem Orchester
und ein Recital im Palais des Beaux Arts wieder eingeladen.
Als Einspringer für den erkrankten Emanuel Ax gab
er Ende Februar 2005 ein ebenfalls gefeiertes Recital-Debüt
in der Kölner Philharmonie. Laut Kölner Stadt-Anzeiger
wird „sein Recital […] als eines der
herausragenden Ereignisse der Saison erinnerlich bleiben.“ Einspringen
war überhaupt in der Saison 2006/07 ein Markenzeichen
für ihn: ob für Hélène Grimaud
beim SWR-Sinfonieorchester Freiburg/Baden-Baden unter Gielen
mit seiner ausdrucksstarken, gleichwohl symphonischen Interpretation
des 2. Klavierkonzerts von Brahms, ob für Ivo Pogorelich
beim Schumannfest Düsseldorf, Michail Pletnev beim
Maggio Musicale oder für Yefim Bronfman bei den Bamberger
Symphonikern unter Herbert Blomstedt mit Brahms’ 1.
Klavierkonzert: Überall wurde er von Presse und Publikum
gefeiert. Blomstedt lud ihn noch in derselben Saison zum
Baltic Sea Festival ein und die Bamberger sofort für
vier Konzerte in der Folgesaison.
Highlights der Saison 2008/09 sind Tourneen
durch Finnland, Deutschland, Österreich und Asien, auf denen Siirala
mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra unter Sakari Oramo,
dem SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg unter
François-Xavier Roth, dem Tokyo Metropolitan Symphony
Orchestra und dem Hiroshima Symphony Orchestra musizieren
wird. Im November 2008 gab er sein gefeiertes Debüt-Rezital
beim Lucerne Festival und wird im August 2009 im Rahmen
des Moritzburg Festivals auftreten.
Dirigenten, die mit Siirala zusammengearbeitet haben oder
zusammenarbeiten werden, sind Paavo Berglund, Herbert Blomstedt,
Michael Boder, Stéphane Denève, Thierry Fischer,
Mikko Franck, Michael Gielen, Miguel Harth-Bedoya, Pietari
Inkinen, Kristjan Järvi, Neeme Järvi, Fabio Luisi,
Susanna Mälkki, Gerhard Markson, Sakari Oramo, Eiji
Oue, Yutaka Sado, Esa-Pekka Salonen, Jukka-Pekka Saraste,
Lan Shui, Stefan Solyom, Osmo Vänskä, Mario Venzago
und Hugh Wolff.
Einladungen führten und führen ihn auch zu folgenden
Orchestern: Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Bamberger
Symphoniker, Bochumer Symphoniker, hr-sinfonieorchester
Frankfurt, Museumsorchester Frankfurt, SWR Sinfonieorchester
Freiburg und Baden-Baden, NDR Radiophilharmonie Hannover,
WDR Sinfonieorchester Köln, Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz,
Wiener Symphoniker, Tonkünstlerorchester Wien, Orchestre
National de Belgique, Orchestre National de Lille, City
of Birmingham Symphony, Liverpool Philharmonic, BBC Symphony
London, Royal Scottish National Orchestra, Irish National
Symphony, Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino, Residentie
Orkest Den Haag, Schwedisches Nationalorchester, Schwedisches
Rundfunksinfonieorchester, Sinfonia Varsovia, St. Petersburger
Symphoniker, Estnisches Nationalsymphonieorchester, Detroit
Symphony, New Jersey Symphony, Singapore Symphony Orchestra,
New Japan Philharmonic Orchestra, Yomiuri Nippon Symphony
Orchestra sowie der Orchester von Melbourne und Queensland.
Meilensteine seiner stetig steigenden Künstlerlaufbahn
waren die Recitals beim Lucerne Festival, Klavier-Festival
Ruhr, Schumannfest Düsseldorf, bei den Europäischen
Wochen Passau und den Festivals in Bozen, Bath und Kilkenny
sowie in der Kölner Philharmonie, im Konzerthaus Dortmund,
in Hannover Homburg/Saar, Leverkusen, Wuppertal, bei der
Reihe Internationale Pianisten in Mainz, in der Londoner
Wigmore Hall, im Concertgebouw Amsterdam, im Metropolitan
Museum in New York, in der Tonhalle Zürich, in Brüssel,
Aix-les-Bains, Porto, Mailand, Imola, und Detroit. Für
3 Jahre war Siirala Artist in Residence in der Reihe „Junge
Wilde“ des Konzerthauses Dortmund. Für die Saison
2009/10 erhielt er u.a. eine Wiedereinladung vom City of
Birmingham Symphony Orchestra und wird in der Klavierreihe
der Berliner Philharmoniker als einer von vier Pianisten
(neben P.L. Aimard, Lang Lang und M. Helmchen) einen Klavierabend
geben.
Seine bei NAXOS erschienene CD mit Schubert-Transkriptionen
erhielt hervorragende Besprechungen. Sie wurde vom Gramophone
Magazine mit dem Editor’s Choice Award ausgezeichnet.
Seine CD mit Werken von Brahms, die bei ONDINE erschienen
ist, erhielt 6 von 6 möglichen Punkten in der Kategorie
Interpretation bei Piano News und wurde wiederum vom Gramophone
Magazine als Editor’s Choice ausgewählt.
Sein Repertoire umfasst neben deutscher Klassik und Romantik
auch zeitgenössische Werke. So brachte er neben Erstaufführungen
von Walter Gieseler, Kuldar Sink and Uljas Pulkkis das
neue Klavierkonzert von Kalevi Aho zur Uraufführung.
Kaja Saariahos erstes Klavierwerk „Balladen“ ist
Teil seines aktuellen Recitalprogramms.
Antti Siirala gab einen Zyklus aller Beethoven Klavierwerke
der Sibelius Academy in Helsinki.