Musik ist die Muttersprache des russischen Geigers Vadim
Repin. Er ist ein Virtuose vieler Stimmen und seine unglaublichen
Klangfarben, gepaart mit makelloser Technik, haben sein
Publikum rund um den Erdball begeistert. Feuriges Temperament,
makellose Technik und Poesie sind Vadim Repins Markenzeichen.
Vadim Repin kam in Sibirien zur Welt und begann im Alter
von fünf Jahren, Geige zu spielen. Bereits sechs Monate
später stand er zum ersten Mal auf der Bühne.
Er war erst elf, als er die Goldmedaille des Wieniawski-Wettbewerbs
gewann und seine ersten Konzerte in Moskau und St. Petersburg
spielte. Als Vierzehnjähriger gab er 1985 seine Debüts
in Tokio, München, Berlin und Helsinki und im folgenden
Jahr in der New Yorker Carnegie Hall. Zwei Jahre danach
wurde Vadim Repin der jüngste Preisträger des
bedeutendsten und anspruchsvollsten Violin-Wettbewerbs
der Welt, des Concours Reine Elisabeth. Seitdem ist er
mit allen bedeutenden Orchestern der Welt aufgetreten,
z.B. den Wiener und den Berliner Philharmonikern, Boston
Symphony, Chicago Symphony, dem Cleveland Orchestra, Israel
Philharmonic, London Symphony, San Francisco Symphony,
Los Angeles Philharmonic, New York Philharmonic, dem Orchestre
de Paris, Royal Concertgebouw Orkest, dem Orchestre de
la Suisse Romande, dem Orchester der Scala di Milano und
St. Petersburg Philharmonic. Er hat u. a. mit Dirigenten
wie Ashkenazy, Boulez, Bychkov, Chailly, Chung, Conlon,
Dohnanyi, Dutoit, Eschenbach, Fedoseyev, Gatti, Gergiev,
Jansons, Neeme und Paavo Järvi, Krivine, Levine, Luisi,
Marriner, Masur, Mehta, Nagano, Rattle, Rozhdestvensky,
Temirkanov und Zinman zusammengearbeitet.
In der letzten Saison trat er mit dem Royal Concertgebouw
Orchester in Amsterdam und auf einer Tour in England auf,
gab Konzerte mit den New York Philharmonic, Boston und
Los Angeles Philharmonic, Chicago und Detroit Symphony
und dem Philadelphia Orchestra. Am 1. Januar spielte er
bei der Eröffnung des National Performing Arts Centers
in Peking unter Seiji Ozawa Saint-Saens’ Introduktion
und Rondo Capriccioso. Am 1. Mai 2008 spielte er mit den
Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle in Moskau
zur Feier des Europatages das Bruch Violinkonzert. Dieses
Konzert wurde in ganz Europa ausgestrahlt. Ebenfalls im
Mai trat er mit Israel Philharmonic unter Riccardo Muti
in Tel Aviv beim Festkonzert zur 60-Jahr Feier des Staates
Israel auf.
Vadim Repin konzertiert bei seinen Recitals regelmäßig
mit Nikolai Lugansky und Itamar Golan. In der Saison 2008/09
spielte er, beginnend mit den Salzburger Festspielen, Rezitals
in Wien, Genf, London, Brüssel, Paris, Luxemburg,
Milano, New York, Tokyo und vielen anderen internationalen
Musikzentren. Weitere Höhepunkte der letzten Zeit
waren Tourneen mit dem London Symphony Orchestra unter
Valery Gergiev in Italien, den USA und Japan, Konzerte
mit Christian Thielemann, Jonathan Nott und seine Zusammenarbeit
mit Zoltán Kocsis sowohl als Begleiter als auch
als Dirigent. In der laufenden Saison stehen Konzerte mit
Muti in New York, mit Thielemann in Tokyo, mit Temirkanov
in Amsterdam, mit Chailly in Leipzig und Mehta in Frankfurt
auf dem Programm. Seine Australien-Tournee mit dem London
Philharmonic Orchestra und Vladimir Jurowski wurde von
Publikum und Presse bejubelt.
Vadim Repins umfangreiche Diskographie umfasst viele preisgekrönte
Aufnahmen der großen russischen Violinkonzerte von
Schostakowitsch, Prokofjew und Tschaikowsky bei Warner
Classics. Bei der Deutschen Grammophon erschienen bisher
CDs mit dem Violinkonzert von Beethoven mit den Wiener
Philharmonikern unter Riccardo Muti und der Kreutzersonate
mit Martha Argerich, und letzte Saison das Brahms Violinkonzert
und Doppelkonzert (Truls Mørk, Cello) mit dem Gewandhausorchester
Leipzig und Riccardo Chailly. Darüber schrieb die
London Sunday Times: „Es ist undenkbar, in letzter
Zeit Aufnahmen dieser großen Werke zu finden, die
an diesen grandiosen Ton und die musikalische Tiefe und
Einsicht heranreichen würden. Superb!“
Seine neueste CD sind Trios von Tschaikowsky und Rachmaninov
zusammen mit Mischa Maisky und Lang Lang.
Vadim Repin spielt die Guarneri del Gesù ‘von
Szerdahely’ aus dem Jahr 1736.