Biographie

JOHN FIORE

 

Von 2009 bis 2015 war John Fiore Musikdirektor der Den Norske Opera und Ballett in Oslo (DNOB). Bis 2009 hatte er die Position des Chefdirigenten der Deutschen Oper am Rhein inne, die er seit der Saison 1999/2000 bekleidete. Von 2000-2008 war Fiore außerdem Generalmusikdirektor der Düsseldorfer Symphoniker.

 

John Fiore wurde 1960 in New York geboren und konnte als Sohn einer Musikerfamilie mit international gefragten Dirigenten schon früh ein großes Repertoire vorweisen. Ab 1986 arbeitete er für Zubin Mehta beim Maggio Musicale Fiorentino und für Daniel Barenboim bei den Bayreuther Festspielen. Prägend war für ihn insbesondere die Arbeit mit Leonard Bernstein.

 

John Fiores Bandbreite in der Oper reicht vom deutschen über das italienische, französische und russische bis hin zu dem von ihm sehr geschätzten tschechischen Fach. Seit seinem ersten Dirigat im Jahr 1991 ist John Fiore gern gesehener Gast am Pult der Metropolitan Opera in New York – hier führte er 1993 als erster Dirigent Rusalka auf. Zu den weiteren zahlreichen Opernbühnen, an denen Fiore weltweit zu Gast war und ist, gehören u.a. die Bayerische Staatsoper München, die Dresdner Semperoper, das Savonlinna Festival in Finnland, die Lyric Opera of Chicago, die Australian Opera in Sydney (Aufführung von Les Troyens als erster Dirigent) und die Bühnen von San Francisco, Seattle, Genua und Bordeaux.

 

Herausragende Projekte an der Deutschen Oper am Rhein waren u.a. in der Saison 2003/04 die musikalische Leitung der Neuproduktion von Puccinis Il trittico (Regie von Dietrich Hilsdorf) und Richard Wagners Der Ring des Nibelungen, in 2004/05 die musikalische Federführung für die Premieren von Mozarts Don Giovanni, Strauss' Elektra und Wagners Parsifal sowie die Uraufführung von Christian Josts Vipern.

Ebenfalls 2005 dirigierte Fiore mit großem Erfolg den Ring des Nibelungen an der Tschechischen Nationaloper Prag.

In der spannenden Abschlusssaison in Düsseldorf 2008/09 dirigierte John Fiore 17 verschiedene Opern, darunter Neuproduktionen von Die Frau ohne Schatten und Rusalka. Weitere Highlights waren die Wiederaufnahmen von Der Ring des Nibelungen, von Pelléas et Mélisande sowie von den fünf Janáček-Opern Jenufa, Katja Kabanowa, Das schlaue Füchslein, Die Sache Makropulos und Aus einem Totenhaus (fünf Abende in Folge).

 

Neben seiner Operntätigkeit arbeitet John Fiore mit vielen großen Konzertorchestern weltweit zusammen. So dirigierte er in Nordamerika u.a. das Boston Symphony, das Los Angeles Philharmonic, das Seattle Symphony, das Minnesota Symphony sowie das New York Chamber Orchestra, in Europa die Staatskapelle Dresden, die Bamberger Symphoniker, das Gürzenich-Orchester Köln, das Konzerthausorchester Berlin, das Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia und das Orchestre National de Lyon. Außerdem trat er im Rahmen verschiedener wichtiger Wettbewerbe auf und dirigierte unter anderem das Münchner Rundfunkorchester beim „Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2009“.

 

Aktuelle Produktionen führten und führen John Fiore zur Opéra National de Bordeaux (Norma im Juni 15), Deutsche Oper Berlin (Cavalleria Rusticana und Pagliacci in der Saison 15/16), Sächsische Staatskapelle Dresden (Der fliegende Holländer im September 15 und Otello im Mai 17), Opernhaus Zürich (La Traviata im November 15), Den Norske Opera Oslo (Turandot, im Mai 16), Grand-Théâtre de Genève (Falstaff & Norma in der Saison 16/17), Teatro dell’Opera di Roma (Nabucco im August 16) und zur Finnish National Opera (Der fliegende Holländer im Dezember 16).

 

 

Stand 01.09.2016 - Bitte verwenden Sie nur die aktuelle Biographie

 

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