Biographie

QUARTETTO DI CREMONA

 

Christiano Gualco, Violine    Paolo Andreoli, Violine    Simone Gramaglia, Viola   

Giovanni Scaglione, Violoncello

 

In den vergangenen zehn Jahren ist mit dem Quartetto di Cremona ein Streichquartett von internationaler Ausstrahlung herangereift, das italienische Streicherkultur mit dem Bewusstsein für historische Spielpraxis vereint. Das Quartetto di Cremona hat sich als Streichquartett der jüngeren Generation einen exzellenten nationalen und internationalen Ruf erworben. Seit vielen Jahren zu Gast in den internationalen Konzertsälen, werden die Musiker vielerorts als Nachfolge-Ensemble des berühmten Quartetto Italiano gehandelt.

Die Spielkultur des Quartetto di Cremona bewegt sich in einem besonderen Spannungsverhältnis zwischen italienischen und deutsch-österreichischen Einflüssen: Nach dem Studium in Cremona setzte das Ensemble seine Ausbildung bei Piero Farulli vom Quartetto Italiano fort. Er favorisierte instinktives Musikertum und einen leidenschaftlich-emotionalen, eher romantischen und sozusagen „italienischen“ Interpretationsansatz. Anschließend studierte das Quartetti di Cremona bei Hatto Beyerle vom Alban Berg Quartett. Als ausgewiesener Experte für Musik der Klassik steht er für eine gegenteilige Herangehensweise. Die Konzentration auf Werktreue, Form und Struktur als Grundlage für musikalische Interpretation und Inspiration führen bei ihm zu einem klaren, klassischen und eher „Deutsch-Österreichischen“ Stil. Beide Lehrer hatten immensen Einfluss auf das Quartett und prägten seinen musikalischen Stil entscheidend. Auf natürliche Weise verbindet er beide Pole miteinander, vereint unbändige Spielfreunde mit einem ausgeprägten Sinn für musikalische Architektur, kultiviert die Verschmelzung von Struktur und Ausdruck, von äußerer Form und innerer Leidenschaft.

Das Quartetto di Cremona trat bei Festivals in Europa, Südamerika, Australien und in den USA auf, darunter das Beethovenfest Bonn, das Bozar Festival in Brüssel, das Turku Festival in Finnland und das Perth Festival in Australien. Konzerte führten die Musiker in internationale Konzertsäle wie z.B. das Konzerthaus Berlin, die Wigmore Hall London, Bargemusic in New York und das Beethoven Haus Bonn. Seit 2010 ist das Quartetto di Cremona „Ensemble in Residence“ bei der Società del Quartetto in Mailand und wird als solches in zahlreichen Konzerten und Projekten besonders gewürdigt. Zum 150. Jubiläum der Gesellschaft im Jahr 2014 erreichte die Zusammenarbeit einen besonderen Höhepunkt. In insgesamt sechs Konzerten wurden sämtliche Beethoven-Streichquartette aufgeführt. Seit 2012 ist das Quartetto di Cremona ebenfalls „Ensemble in Residence“ an der renommierten Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. Das Quartett arbeitet mit Künstlern wie Ivo Pogorelich, Pieter Wispelwey, Angela Hewitt, Bruno Giuranna, Alessandro Carbornare, Andrea Lucchesini, Pietro de Maria, Lilya Zilberstein und Cédric Tiberghien. Das Repertoire des Ensembles reicht von frühen Werken Haydns bis hin zur zeitgenössischen Musik, wobei hier besonderes Interesse den Kompositionen von Fabio Vacchi, Silvia Colasanti, Helmut Lachenmann, Luciano Berio, Luigi Nono und Wolfgang Rihm gilt.

Neben der eigenen künstlerischen Tätigkeit widmet sich das Quartetto di Cremona mit großem Interesse dem Unterrichten. So gibt das Quartett regelmäßig Meisterkurse in ganz Europa und hat seit Herbst 2011 zudem die Leitung an der Accademia Walter Stauffer in Cremona inne, womit sich der Kreis schließt.

 
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