Biographie

EVGENY KISSIN

 

Der russische Musiker gehört zu den überragenden Pianisten der letzten Jahrzehnte.
Seine Ausbildung erhielt Kissin an der Gnessin-Schule seiner Heimatstadt Moskau, die ihn mit gerade sechs Jahren in die Klasse von Anna Pavlovna Kantor aufnahm. Anna Pavlovna Kantor formte Kissins künstlerische Gestalt, sie blieb seine einzige Lehrerin.

Mit zehn Jahren führte er erstmals ein großes Werk mit Orchester in der Öffentlichkeit auf, Mozarts Klavierkonzert d-Moll. Im Jahr darauf gab er in Moskau seinen ersten Klavierabend mit Werken von Frédéric Chopin.  Auch das russische Repertoire erschloss er sich schon in jungen Jahren. Hört man die „Etudes Tableaux” des Sechzehnjährigen, fragt man sich, wie er derart abgeklärt der Versuchung widerstehen konnte, seine schon damals unfehlbare Übervirtuosität zur Schau zu stellen.
 
Im März 1984 spielte Kissin die beiden Chopin-Klavierkonzerte im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums mit den Moskauer Philharmonikern und Dmitri Kitajenko. Die dabei entstandene Live-Aufnahme machte den damals zwölfjährigen Pianisten auch außerhalb seiner russischen Heimat bekannt und berühmt.
1987 hatte Kissin seinen ersten Auftritt bei den Berliner Festspielen, 1988 war er auf Einladung Herbert von Karajans Solist des 1. Tschaikowsky-Konzertes im Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker – ein Ereignis, das weltweit im Rundfunk und Fernsehen übertragen wurde.
Bei seinem ersten Auftritt in Nordamerika spielte er die beiden Chopin Konzerte mit den New Yorker Philharmonikern und Zubin Mehta. Drei Jahre später  eröffnete er die Jubiläumssaison der  Carnegie Hall zu deren 100-jährigem Bestehen mit einem Klavierabend, der auch als CD-Mitschnitt weltweit ein begeistertes Echo fand.
Kissins enge Beziehung zur Carnegie Hall wurde 2015/2016 weiter gefestigt durch seine Gestaltung der fünfteiligen Konzertreihe „Perspectives“ zum 125. Jubiläum des Hauses. Er spielte dort Solowerke, Konzerte und Kammermusik, rezitierte jüdische Dichtung und führte Werke wenig bekannter jüdischer Komponisten auf.

Zahlreiche renommierte Auszeichnungen und Preise wurden Evgeny Kissin verliehen. Er erhielt 1991 den Internationalen Preis der Accademia Musicale Chigiana und wurde 1995 der jüngste »Instrumentalist des Jahres« von Musical America. Zwei Jahre später erhielt er für seinen überragenden Beitrag zur russischen Kultur den Triumph-Preis, eine der höchsten kulturellen Auszeichnungen der Russischen Föderation, und gab als erster Pianist seit Gründung des Festivals  ein Solo-Recital bei den Londoner Proms. Weitere Ehrungen sind der Schostakowitsch-Preis (2003), die Ehrenmitgliedschaft der Royal Academy of Music in London (2005), der Herbert von Karajan Musikpreis (2005), der Premio Arturo Benedetti Michelangeli (2007) und Ehrendoktorwürden der Manhattan School of Music (2001), University of Hong Kong (2009),  Hebrew University of Jerusalem (2010) und Ben-Gurion University des Negev (2014).
 
 
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